Nutzen
Regelmäßiges Üben von Chi Kung führt zu einem Anstieg des persönlichen Energieniveaus und zu einem befreiten Fluss der inneren Kraft. Durch die Stärkung unserer eigenen Mitte wird unser Handeln auf natürliche Weise erfolgreicher. Die positiven Wirkungen von Chi Kung umfassen daher alle Lebensbereiche und sind individuell von Person zu Person unterschiedlich.
Alle Aspekte des physischen und psychischen Wohlbefindens und der individuellen Leistungsfähigkeit werden gesteigert.
So berichten regelmäßig Übende unter anderem von einer Stärkung der Abwehrkräfte, einer Kräftigung des Herz-Kreislauf-Systems, einer Linderung von Allergien, dem Verschwinden von Kniebeschwerden, dem besseren Umgang mit Stress-Situationen und einem generellen Zugewinn an Ruhe und Energie.
In vielen Fällen tritt nach längerer Übungszeit auch eine Verbesserung der beruflichen Perspektiven ein.
Der Nutzen einer regelmäßigen Übungspraxis betrifft also sowohl äußerlich sichtbare wie auch innere Aspekte und wurde von Meister Lam in die folgenden Kategorien eingeteilt:
Stress-Management
Heilung und Gesundheit
Abwehr und Schutz
Kreativität
Sport
Meister Lam beim Workshop 2008
Beispielhaft für die vielfältigen Wirkungen seien hier einige naturwissenschaftlich messbare Ergebnisse aus dem Bereich Heilung und Gesundheit aufgeführt:
Blutuntersuchungen vor und nach dem Üben von Zhan Zhuang zeigen einen signifikanten Anstieg der Produktion von weißen und roten Blutkörperchen und Hämoglobin. Das bedeutet für jede einzelne Körperzelle, dass sie in den Genuss von mehr Sauerstoff und Nährstoffen kommt. Alle Zellen können dadurch die aus der Umwelt eindringenden Keime, Bakterien und Viren besser abwehren.
Messungen der Gehirnaktivität während des Übens bestätigen das Erreichen des subjektiv wahrgenommenen entspannten Ruhezustands. Diese Entspannung hat bekanntermaßen viele positive gesundheitliche Wirkungen, wie zum Beispiel die Stärkung des Immunsystems, das nach neueren Erkenntnissen äußerst sensibel auf Stress beziehungsweise Anspannung reagiert.
Knochendichte-Messungen haben gezeigt, dass der physiologische Knochenumbau angeregt wird, mehr Gewebe aufzubauen, also der Osteoporose entgegenzuwirken.
Untersuchungen des kardiovaskulären Systems belegen, dass das Herz langsamer und kräftiger schlägt. Obwohl der Herzschlag in fortgeschrittenen Positionen stark ansteigt, verlangsamt sich gleichzeitig die Atemfrequenz. Die Atmung wird tiefer, wodurch mehr sauerstoff-angereichertes Blut im Körper zirkuliert, die Kapillaren sich entspannen und somit ein größeres Volumen an Blut durch Organe und Gewebe transportiert werden kann.
Professor Yu und Meister Lam unterrichten eine Gruppe europäischer Schüler in Beijing